Weiterbildungen in systemisch-phänomenologischer Aufstellungsarbeit
Leitung: Dag Werner, anerkannter Lehrtherapeut / Lehrtrainer von der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen (DGfS)
Systemische Familienaufstellungen 
Familienaufstellungen sind eine hervorragende Methode, um Traumatisierungen in einem Familiensystem über mehrere Generationen hinweg nachzuvollziehen und Verstrickungen ans Licht zu bringen. Aus der Einsicht in die oft unbewusst vorhandenen seelischen Bindungen ergeben sich gute Lösungsmöglichkeiten aus solchen Verstrickungen. Die Seminare vermitteln die grundlegenden theoretischen und praktischen Einsichten des Familienstellens in seiner klassischen Form nach Bert Hellinger und den daraus hervorgegangenen Weiterentwicklungen. Besonderes Augenmerk liegt auf einer strukturierten phänomenologischen Vorgangsweise, dem Verständnis für die Wirkungsweisen der Ordnungen und des Gewissens in Familien.
Systemische Struktur-, Berufs- und
Organisationsaufstellungen 
Systemische Strukturaufstellungen sind ein von Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd entwickeltes Verfahren. Hier werden die Grundprinzipien des familiären Systemverständnisses auf andere Systeme übertragen und erweitert. Strukturaufstellungen ermöglichen schnelle, präzise und überraschende Einsichten in die Strukturdynamik und die Entwicklungsmöglichkeiten eines Systems. Völlig neue Perspektiven oder Lösungen für schwierige Entscheidungs-, Problem- und Zielfindungs-Themen im privaten wie beruflichen Bereich sind so auch außerhalb des rein therapeutischen Kontextes in der Beratung, Coaching und Supervision höchst wirksam anwendbar.
Auch bei den Organisationsaufstellungen lautet die Grundannahme: Das System trägt seine Lösungen bereits in sich, so wie jeder Mensch die Lösung für sein Problem bereits in sich trägt.
Man geht davon aus, dass die Organisation oder das Unternehmen weiß, wie seine Probleme gelöst werden können. Dieses Wissen ist jedoch ungleich verteilt, nicht zugänglich oder verdeckt. Die Art und Weise der Problemlösungssuche ist zum Problem geworden.
Kommunikation regelt im betrieblichen Alltag hauptsächlich das Zusammenarbeiten, die Entscheidungen, den Informationsaustausch, das Lernen und vieles mehr. Daraus entstehen Kommunikations- und Verhaltensmuster, die den Alltag steuern. Diese sind jedoch nicht immer förderlich für die Aufgabenerfüllung und Zielerreichung! Unbemerkt schleichen sich oft Verhaltensmuster ein, die für die Organisation dysfunktional werden können. Solche Muster zu entdecken, sie bearbeitbar und als veränderbar zu erfahren, ist ein Ziel der systemischen Organisationsaufstellung.
Vertiefungsstufe Systemaufstellungen 
Die methodische Grundstruktur dieser Weiterbildung besteht aus folgenden Elementen:
- Vertiefen, Anwenden und Reflektieren unterschiedlicher Aspekte und Formen der Aufstellungsarbeit
- Üben der repräsentierenden Wahrnehmung in unterschiedlichen Perspektiven
- Feedback zur eigenen Leitungspraxis
Konkrete Fragestellungen aus der Berufs- und Lebenspraxis der Teilnehmer bilden die Grundlage für die Aufstellungsarbeit in der Weiterbildung. Entsprechend nehmen Supervisions- und Intervisionsorientierung einen wichtigen Platz ein.
Die Vertiefungsstufe Systemaufstellungen ist offen für alle Absolventen der Weiterbildungen Familienaufstellungen und Struktur-, Berufs- und Organisationsaufstellungen sowie für anderweitig ausgebildete Aufsteller.
Inhalte und Ziele der Weiterbildungen
Systemaufstellungen 
In drei Weiterbildungen vermitteln wir die umfassende Praxis und Theorie des Stellens von Familien und anderen Beziehungssystemen (Arbeitsfelder, Teams, Organisationen, innere Strukturen). Die Weiterbildungen bauen aufeinander auf, können aber auch einzeln gebucht werden. Sie sind zugleich eine wichtige Grundlage zur Einführung in das systemische Denken und Handeln. Die Teilnehmer erhalten damit eine systemische Erfahrungsgrundlage , die für jede zukünftige Weiterbildung Grundsteine legt (insbesondere für die Aus-und Weiterbildung zum systemischen psychologischen Berater, systemischen Coach, systemischen Mediator und zum systemischen Beziehungstherapeuten). Anhand von Aufstellungen der eigenen Familien, Organisationen und Supervisionsfällen sowie anhand von Entscheidungs- und Problemsituationen der Teilnehmer und auch deren Klienten wird das ganze Spektrum der Lösungsmuster der systemischen Familienaufstellungen nach Bert Hellinger, der neueren systemischen Strukturaufstellungen nach Sparrer/Kibéd und anderen demonstriert und vermittelt.
Im Mittelpunkt steht die Grundhaltung des Aufstellers. Mit einer phänomenologischen Grundhaltung setzt sich der Aufsteller den Zusammenhängen aus, ohne Absicht und ohne Furcht. Man muss sich auf einen inneren Punkt leeren Gewahrseins zurückziehen und auf den Klienten und sein System schauen. Voraussetzung für dieses "Schauen" ist größte Achtung für den Klienten, ohne ihn oder sein Anliegen einzuordnen, zu beurteilen oder moralisch zu bewerten. Dies kann niemand von selbst. Es ist keine Technik, sondern eine Art des Seins, eine Art der Präsenz. Man lernt es durch ständiges Üben und durch ein Sich-Einfügen in die Kräfte, die wirken. Mit diesen Kräften lassen sich die nächsten Schritte finden und Lösungen und neue Wege gestalten.
Das Wahrnehmen im eigentlichen Sinne, das Spüren von Feldwirkungen wird immer wieder demonstriert und eingeübt. Die Bewegungen und Vollzüge sowie die Lösungen werden dabei erläutert. Es werden die zugrunde liegenden Haltungen, Einsichten und Dynamiken sowie die damit einhergehenden lösungsorientierten Vorgehensweisen vermittelt.
Im Sinne des lebendigen und leichten Lernens wird die notwendige Theorie ohne überflüssigen Ballast praktisch erfahren. Erfahrungsorientiertes Üben und Selbsterforschung stehen daher im Vordergrund. Die Teilnehmer werden unter Anleitung, später auch selbstständig unter Supervision, schrittweise eigene Aufstellungen durchführen und üben.
Im Rahmen dieser Weiterbildung werden auch die Übertragungsmöglichkeiten auf die Einzelarbeit (Therapie und Beratung), Supervision, Organisationsberatung, Entscheidungsberatung, etc. für das praktische Berufsfeld der Teilnehmer behandelt. Ziel ist, einen Raum zu schaffen, in dem jeder seine professionellen Fähigkeiten weiterentwickeln, sein Wissen vertiefen und seinem Bedürfnis nach persönlichem Wachstum folgen kann.
Zielgruppe der Weiterbildungen Systemaufstellungen sind 
Menschen, die in therapeutischen, beratenden, lehrenden und helfenden Berufen tätig sind oder eine solche Tätigkeit anstreben (Psychologen, Psychotherapeuten, psychologische Berater, Familienberater, Ärzte, Heilpraktiker, Sozialpädagogen, Lehrer, Seelsorger, Organisationsberater, Personal- und Unternehmensberater...) sowie Menschen, denen es darum geht, ihr Verständnis für tiefere Lebenszusammenhänge im privaten und beruflichen Feld zu erweitern.
Zertifikat 
Jeder Teilnehmer erhält eine Teilnahmebescheinigung. Wer alle 3 Weiterbildungen absolviert hat, kann im Rahmen eines freiwilligen Prüfungsseminares das Zertifikat "Geprüfter Systemaufsteller HISL" erwerben.
Supervisions- und Trainingsgruppe
Systemaufstellungen 
Diese Treffen dienen der Vertiefung praktischer und methodischer Fragen, der Fallbesprechung und dem Austausch unter Kollegen. Das Angebot richtet sich an Menschen, die sich in allen Aspekten der Aufstellungsarbeit weiter vertiefen, die neusten Entwicklungen trainieren, Experimente miterleben und die Methode der Aufstellungsarbeit für die Reflexion ihres Arbeitskontextes nutzen möchten. Die Supervisions- und Trainingsgruppe ist auch offen für Studierende der Studiengänge Beratung, Coaching, Mediation, Beziehungstherapie sowie für Führungskräfte und Fachkräfte aller Berufe, Organisationsberater, Supervisoren, Mediatoren mit Supervisionsanliegen oder Trainingsbedarf.
Termine 
Systemische Familienaufstellungen
| Die Weiterbildung umfasst insgesamt 17 Tage: 4 Seminare à 3 Tage, 2x2 Praxisseminartage und 1 Supervisionstag: |
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| 1. Seminar: | 10.-12.9.2010 |
| 1. Praxisseminar: | Oktober / November 2010 |
| 2. Seminar: | 15.-17.10.2010 |
| 2. Praxisseminar: | Dezember 2010 / Januar 2011 |
| 3. Seminar: | 10.-12.12.2010 |
| 4. Seminar: | 14.-16.1.2011 |
| Supervision: | Termin folgt |
| Investition bei Anmeldung: € 1395,- (inkl. 19% MwSt. = € 222,73) Oder als Ratenzahlung: 500 Euro Anzahlung + 10 x 98 = 1470,-€ (inkl 234,70,-€) Für den Abschluss "Geprüfter Systemaufsteller HISL" ist dies die 1. Stufe. |
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Systemische Struktur-, Berufs- und Organisationsaufstellungen
| Die Weiterbildung umfasst insgesamt 14 Tage: 3 Seminare à 3 Tage, 2x2 Praxisseminartage und 1 Supervisionstag: |
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| 1. Seminar: | 19.02. - 21.02. 2010 |
| 1. Praxisseminar: | Februar / März 2010 |
| 2. Seminar: | 19.03. - 21.03. 2010 |
| 2. Praxisseminar: | April / Mai 2010 |
| 3. Seminar: | 16.04. - 18.04. 2010 |
| Supervision: | 1. Halbjahr 2010 |
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Gebühr bei Anmeldung bis 4 Wochen vor Beginn: € 1090,- (inkl. 19% MwSt. = € 174,03) danach € 1290,- (inkl. 19% MwSt. = € 205,97) Für den Abschluss "Geprüfter Systemaufsteller HISL" ist dies die 2. Stufe. |
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Vertiefungsstufe Systemaufstellungen
| Die Weiterbildung umfasst insgesamt 10 Tage: 1 Seminar à 2 Tage, 1 Seminar à 3 Tage, 2 X 2 Praxisseminartage und 1 Supervisionstag: |
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| 1. Seminar: | ab Mai 2011 |
| 1. Praxisseminar: | n.n. |
| 2. Seminar: | n.n. |
| 2. Praxisseminar: | n.n. |
| Supervision: | 2. Halbjahr 2011 |
| Gebühr bei Anmeldung bis 4 Wochen vor Beginn: € 690,- (inkl. 19% MwSt. = € 110,17) danach: € 890,- (inkl. 19% MwSt. = € 142,10) Für den Abschluss "Geprüfter Systemaufsteller HISL" ist dies die 3. Stufe. |
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Supervisions- und Trainingsgruppe für Systemaufstellungen
Nächster Termin: 15.11.2009 von 10-16 Uhr
Anmeldung 
Das Anmeldeformular zu den Weiterbildungsangeboten finden Sie hier (pdf-Format, ca. 200KB).

